Laurentiuskirche Bitzfeld

Die evangelische Laurentiuskirche wurde 1260 erstmals urkundlich erwähnt. Ab dieser Zeit gehörte Sie zum Kloster Lichtenstern.

Der geräumige, rippengewölbte Chor, die Sakristei sowie die große Glocke (1474) stammen aus spätgotischer Zeit.

1534 wurde die Kirche evangelisch.

Das Kirchengebäude

Das Bild zeigt die Laurentiuskirche Bitzfeld.

Laurentiuskirche Bitzfeld

15. Jahrhundert:

Spätgotischer Chor. Das zugehörige kleine Kirchenschiff wurde 1623 abgerissen, um Platz für die Predigtkirche zu schaffen.

1623/24:

Friedrich Fischlin, der Herzogliche Kirchenbaumeister aus Stuttgart, weitet den gotischen Chor durch eine Predigtkirche im Renaissance-Stil aus.

Pfarrer war Johann Notter, Zahlmeister Schultheiß Balthasar Rieb, Maurermeister Georg Diehm.

1747:

Baumeister Groß, Winnenden, verbessert das baufällige Kirchenschiff und baut es höher.

Als Verantwortliche werden genannt: Pfarrer Johannes Schmid, Dekan Gottfried Faber, Weinsberg, Schultheiß Ludwig Martin, Maurermeister Bernhard Renninger, Zimmermeister Johann Michael Seeger.

Der Kirchenraum

Kirchenraum

 

Spätgotischer Chor mit Kreuzrippengewölbe und zwei Weihekreuzen.

16./17. Jahrhundert:

Opferstock an der Nordseite - vermutlich noch aus der spätgotischen Kirche.

17. Jahrhundert

Kanzel: Spätrenaissance für die Predigtkirche von 1623/24 gefertigt. Eventuell von J. Vockh auch Brettach. Bei der Renovierung 1956 von der Südwand-Mitte an die heutige Stelle versetzt. Bemalung des Kanzelkorbs von Johannes Stiegler aus Prag (1750). Kanzelfuß und Aufgang wurden 1956 entfernt.

1727:

Taufstein: Geschenk von Pfarrer Christoph Schmid (Vater) und Johannes Schmid (Sohn).

Achteckiger Sandstein. Im Sockel der Name des Steinmetzen Johann Balthasar Meier.

1750:

Emporenbilder aus Altem und Neuem Testament im Stil des Ländlichen Barock von Johannes Stiegler.

Deckenmalerei im Stil des französischen Bandwerks von Johannes Stiegler. 1860 übertüncht, 1956 wieder frei gelegt.

1806:

Orgel vom Stift-Comburgischen Orgelmacher Georg Ludwig Mezler, Steinbach bei Hall, nach Plänen von Johann Eberhard Walcker, Cannstatt. 12 Register zum Vorwärtsspielen. Preis: 1.200 Gulden. 1968 Reparatur und Erweiterung durch zweiten Spieltisch von der Firma Rensch aus Lauffen.

1857:

Altar von Georg Hubele, Öhringen. Ursprünglich mit schmiedeeisernem Gitter.

1956:

Kruzifix: Christus vom alten Bitzfelder Kreuz aus Verrenberg. Pfarrer Johannes Schmid hat es 1739 Verrenberg geschenkt.